Die vollständige Augen­optische Versorgung

Das Sehen

Die Sinneswahrnehmung "Sehen" ist dem Menschen angeboren und findet im Gehirn statt. Um Reize von außen wahrnehmen zu können, bedarf das Gehirn einer "Antenne". Das Auge ist die Antenne für Lichtreize, welche das "Sehen" bewirkt. Die Auswertung dieser Lichtreize erlernt das Gehirn im frühkindlichen Stadium. Sie ist etwa mit dem zweiten Lebensjahr abgeschlossen.

Um ein Objekt des sinnlichen Interesses sehen zu können, muß das Licht durch das optische System des Auges so auf die Netzhaut gelenkt werden, daß es an der richtigen Stelle abgebildet wird, denn: Nur der Lichtweg bestimmt den Ort der Bildlage. Ist die Bildlage in der Netzhautebene, also am idealen Ort, dann sieht das Gehirn scharf. Es bedarf dann keiner weiteren Änderung des Lichtweges, um scharf zu sehen.

Ist die Bildlage nicht in der Netzhautebene, liegt ein "axialer Bildlagefehler" vor. Das Gehirn sieht unscharf. Der Astigmatismus (Hornhautverkrümmung) gehört zur Gruppe der axialen Bildlagefehler.

Die Korrektion falscher Bildlage ist nur mit Änderung des Lichtweges möglich. Das geschieht ausschließlich mit augenoptischen Maßnahmen. Zu diesem Zwecke werden die den Lichtweg ändernden (Brillen)-Linsen in den Strahlengang gebracht. Die nachfolgende Zeichnung erklärt deren Wirkungsweise:

Das Sehen über beide Augen

Neben dem axialen (auf der optischen Achse) gibt es auch den lateralen (seitlichen) Bildlagefehler, der nur dann auftreten kann, wenn beide Augen am Sehakt beteiligt sind:

Die Korrektion lateraler Bildlagefehler ist auch nur mit die den Lichtweg ändernden augenoptischen Maßnahmen möglich:

Die ideale Bildlage ist bei diesem Augenpaar durch Änderung des Lichtweges bewirkt worden. Die Augen sind nun in ihrer anatomisch richtigen Stellung. Durch Änderung des Lichtweges wird die ideale Bildlage bewirkt. Der Sehakt geschieht nun mit dem geringsten Energieumsatz und dem größten Erfolg.

Die möglichen Folgen falscher Bildlage

Besteht in einem Augenpaar ideale Bildlage, also in der Netzhautebene (axial), und auf der Stelle des deutlichsten Sehens (lateral), dann wird der Sehakt mit dem geringsten Energieumsatz und dem größten Erfolg durchgeführt.

Besteht diese ideale Voraussetzung nicht, wird das Augenpaar per Muskelkraft so gesteuert, daß die Bildlage zum anderen Auge hinreichend gleich ist. Das ist die Selbstkorrektion falscher Bildlage (SfB), sie geschieht reflektorisch. Würde das nicht geschehen, sähe man doppelt. Ist nicht genügend Energie frei, um das Doppelsehen zu verhindern, rutscht ein Auge in eine Schielstellung, die sich manifestieren kann. Um die augenoptisch richtige Bildlage zu bewirken, ist dauerhaft muskuläre Anstrengung notwendig. Diese Dauerbelastung kann sich auf vielfältige Weise bemerkbar machen und den Eindruck von Krankheit erwecken. Medizinische Behandlungen müssen erfolglos bleiben, weil keine Krankheit vorliegt.

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