Wenn das Sehen schuld daran ist, dass das Lesen nicht klappt
Was Optik Blum unternimmt, um das Zusammenspiel der Augen zu optimieren
Ihr Kind hat Schwierigkeiten beim Lesen oder Schreiben? Sie selbst sind lichtempfindlich und haben häufig Kopfschmerzen? Sie haben Probleme bei der Arbeit, z.B. am Computer? Für all dies kann auch das Sehen der Grund sein, weiß Augenoptikermeisterin Svenja Hörig-Eckert und greift dafür routiniert zu den Werkzeugen der Funktionaloptometrie.
Was ist die Funktionaloptometrie?
Svenja Hörig-Eckert: „Die Funktional-optometrie beschäftigt sich mit den funktionellen Defiziten des visuellen Systems. Genau genommen geht es um das Zusammenspiel von Augen und Gehirn. Die zwei Augen „liefern“ ja sozusagen zwei Bilder an das Gehirn. Dieses macht daraus ein Gesamtbild. Sind die Bilder nur schwer übereinander zu bringen, weil eines oder beide Augen eine Fehlstellung haben, strengt das an.“
Wie spürt man das beim Lesen?
Svenja Hörig-Eckert: „Im Idealfall arbeiten die Augen perfekt zusammen, wenn sie durch einen Text springen. Funktioniert das nicht synchron, gleicht das Gehirn die Schwäche bis zu einem gewissen Grad aus. Aber das ist auf Dauer anstrengend – und eine mögliche Ursache von LRS, Legasthenie und anderen Schulproblemen.“
Woran merke ich, dass Handlungsbedarf besteht?
Svenja Hörig-Eckert: „Betroffene klagen beispielsweise über Kopfschmerzen, sehen Doppelbilder, sind lichtempfindlich. Das Lesen in der Nähe strengt an. Vielen wird auch schlecht beim Autofahren.“
Und Sie helfen mit Augentraining oder einer individuell angepassten Brille?
Svenja Hörig-Eckert: „Eine individuell angepasste Brille entlastet die Augenmuskeln vom anstrengenden ‚Ausrichten‘ der Augen. Das Augenpaar kann so seine angenehmste Stellung einnehmen und die Bilder treffen dennoch auf die Stellen in beiden Augen, die die höchste Wahrnehmungsqualität liefern. Ich lege jedoch mehr Wert auf ein Visualtraining als auf den Ausgleich mit einer Brille. Die Ursache zu bekämpfen ist mir wichtiger, als die Symptome auszugleichen.“
Was leistet Augen- bzw. Visualtraining?
Svenja Hörig-Eckert: „Nachdem wir Sehschärfe und Augenmuskelbewegungen analysiert haben, erarbeiten wir ein Trainingsprogramm. Dieses kann dann mit den Kindern spielerisch im Alltag eingebunden werden. Wie bei der Physiotherapie werden die Augen dadurch wieder „beweglicher“, und die Kinder lernen, ihre Augen richtig zu steuern und die Bilder korrekt zu verarbeiten. So fällt dann auch das Lesen wieder leichter und die Kinder sind bei den Hausaufgaben und in der Schule konzentrierter.“
Ist das auch was für Erwachsene?
Svenja Hörig-Eckert: „Je früher man damit anfängt, um so einfacher ist es. Aber natürlich trainieren wir auch Erwachsene, und das oft mit großem Erfolg. Sprechen Sie uns einfach mal an!“